Bis in den Süden Namibias

Der erste Blick heute morgen ging zum Wasserloch und das direkt aus dem Bett hinaus. Zwei Oryx frühstückten dort ganz in Ruhe. Nach unserem Frühstück ging es dann später als geplant (erst um 9:30) los in Richtung Keetmanshoop. Erst wieder einige Kilometer über Sand- und Schotterpiste, dann die geteerte B1. Auf dem Weg tankten wir für 360 N$ den halben Tank wieder voll und fuhren zwei Stunden geradeaus.

Laut Reiseführer lohnt sich ein Abstecher zum Köcherbaumwald und zum Giants Playground. Ersteres war in unseren Offline Karten falsch gespeichert. Jedenfalls fuhren wir auf einen schmalen Schotterweg und fanden bis auf eine gruselige, alleinstehende Ruine nichts vor. Wir kehrten um und folgten einfach noch ein paar Kilometer der breiteren Schotterstraße und kamen zu einem Guesthouse, über das wir den Eingang zu den beiden Attraktionen fanden. Anfangs fühlten wir uns übers Ohr gehauen, da wir 170 N$ zahlten und man scheinbar auch einfach so dorthin fahren konnte. Dann sahen wir allerdings ein Tor, welches man nur mit Erlaubnis des Guesthouses passieren durfte. Also doch alles richtig gemacht. Der Köcherbaumwald war karg, aber dennoch beeindruckend. Auch der Spielplatz der Riesen, eine Anhäufung von großen, aufeinander gestapelten Steinbrocken, war ein Besuch wert. Außerdem konnten wir hier in Ruhe eine kleine Pause machen.

Es lagen noch mindestens 3 Stunden Fahrt vor uns und es war bereits nach 14h. Wir mussten auf jeden Fall vor Sonnenuntergang an der nächsten Unterkunft ankommen. Ein LKW kam uns entgegen und wir standen erstmal in einer riesigen Staubwolke. Danach ging es hauptsächlich geradeaus. Wie immer. Nachdem wir die B1 bzw B4 verließen, wurde die Landschaft steiniger und rötlicher. Teile des Canyons waren bereits in Sichtweite. Wir fuhren und fuhren, immer weiter, immer weiter. Die triste Gegend war dennoch wahnsinnig schön, wurde zwischendurch grün, dann wieder trocken, vorbei an einem Staudamm und einigen Plantagen. Wir durchquerten eine Senke, die mit Wasser gefüllt war, ab und an huschte mal wieder ein Springbock am Straßenrand entlang. Immer noch 80 km .. wenn man denkt, man ist schon in der weitesten Pampa, dann geht es immer noch weiter .. hinter dem nächsten Berg wartete dann unser Canyon Village auf uns. Sehr idyllisch, super Aussicht, top! Den Abend ließen wir im Restaurant ausklingen und fielen dann müde ins Bett.

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