Etosha Tag 2, unsere Selbstfahrer-Tour

So früh wie heute klingelt der Wecker selten. Um 5:45 standen wir auf, frühstücken anschließend ein wenig, nahmen unser Lunch Paket mit und waren gegen 7:00 am Andersson Gate. Für 360 N$ (20€) hatten wir Eintritt für zwei Tage, das war ja super günstig! Wir klapperten erstmal die Wasserlöcher von gestern ab, trafen leider jedoch keine Tiere an. Was war da los? Schlafen hier noch alle? Wir fuhren ein paar Seitenstraßen, waren schon zwei Stunden unterwegs und hatten noch nichts interessantes gesehen. Dann ging es auf den Rhino Drive. Dort trafen wir dann auf eine Giraffe, yesss! Der Rhino Drive zog sich sehr lang und es ist nicht zu unterschätzen, wie anstrengend es ist, die ganze Zeit hoch konzentriert aus dem Fenster zu schauen und nach Tieren Ausschau zu halten. 😀 Leider kein Nashorn gesichtet, dafür kamen wir an ein super schönes Wasserloch, welches sehr grün war und wo sich einige Herden aller Art sammelten: Springböcke, Impalas, Zebras und letztendlich sogar noch Kudus! Wir genossen den Anblick und fuhren anschließend zum Rest Camp in der Mitte des Parks. Ein kleines Päuschen – wir waren beide schon relativ ko, da wir mittlerweile auch schon 6 Stunden unterwegs waren! Und wir haben noch echt viel Strecke vor uns. So langsam sollten wir uns etwas ran halten. Wir fuhren zum Etosha Lookout, einem Aussichtspunkt inmitten der großen, weißen und flachen Pfanne. Wir sahen sogar drei kleinere Tornados, die sich über die Dürre hinweg bewegten. Wahnsinn!

Dann blieben wir auf der Hauptstraße und sahen endlich wieder Elefanten! Auch die ein oder andere Giraffe war zu sehen. Kurz vor Schluss sahen wir dann sogar noch eine Giraffenfamilie, die eigentlich die Straße überqueren wollte, sich dann scheinbar aber doch nicht trauten, wobei wir ganz still auf sie warteten. Dennoch kamen sie relativ nah! Giraffen sind so grazil und wunderschön!

Wir bogen noch einmal ab in eine Nebenstraße zum Wasserloch und sahen einen Jeep, aus dem die Leute alle gespannt in eine Richtung schauten. Wir sahen leider nichts, fragten nach, was sie denn sehen würden und der Guide meinte, es wäre ein Löwe in weiter Ferne zu sehen. Für uns leider nicht erkennbar, da wir im Gegensatz zu den Leuten im Jeep nicht ganz so hoch saßen. Schade! Daraufhin beschlossen wir morgen Nachmittag noch mal eine Safari von unserer Lodge aus zu buchen. Generell hat uns die Selbstfahrer-Tour aber super gefallen! Wir haben dann doch noch viel gesehen und dass wir einfach selbst bestimmen konnten, was wir anfahren, wie lange wir bleiben etc. ist einfach genial.

Gegen 17:30 erreichten wir das östliche Gate, von dem aus unsere Unterkunft nur ein paar Meter entfernt war. Perfekt! Wir mussten dann allerdings noch mal 8 km durch das Reservat bis zur Unterkunft. In dem eigenen Reservat außerhalb des Etoshas leben auch einige wilde Tiere, wie Gepard, Leopard, Giraffe, Nashorn und Löwe. Vielleicht haben wir ja doch noch Glück und sehen welche am eigenen Wasserloch. Die Unterkunft ist super hochwertig, wir waren total ko und tranken zwei Mojitos auf der Terrasse am Wasserloch. Wir sahen einige kleinere Tiere und aßen dann zu Abend. Diesmal gab es Kingklip, einen Fisch, der nur hier an der Atlantikküste heimisch ist.

Nach dem Abendessen ging es mir schlecht, sodass ich die halbe Nacht über der Toilette hing. So ein Mist. Mir ging es so schlecht, dass wir überlegten gegen 23h noch nach einem Arzt zu fragen, jedoch konnte ich dann doch noch irgendwann einschlafen. Hoffentlich bin ich morgen wieder fit!

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