Etosha Tag 1, geführte Safari-Tour

Heute starteten wir früh, denn wir wollten auch früh im Etosha Park sein, damit wir so viel wie möglich davon mitnehmen können. Die Straßen waren diesmal sogar echt okay. Irgendwann sahen wir dann die ersten Schilder „Achtung Elefant“, „Achtung Warzenschwein“, yeah! Zwei Warzenschweine hielten sich sogar direkt an der Straße auf. Mein Gott, da war Pumba hingegen ja richtig schön! In echt sahen die hier lebenden Warzenschweine grau und eingefallen aus. Wirklich nicht schön. 😀

Wir erreichten unsere Unterkunft bereits um 12h. Die Nachmittags-Safari begann um 14:30 und es waren noch zwei Plätze frei. Alles richtig gemacht! Leider war nur unser Zimmer noch nicht fertig, sodass wir einfach im Open Air Restaurant bei zwei Cola entspannten. Gegen 14h konnten wir dann kurz ins Zimmer, wir sprühten uns mit Mückenspray ein und zogen unsere Anti-Mücken Kleidung an. Wahrscheinlich waren wir übervorsichtig, da die Inhaber meinten, es gäbe zu dieser Jahreszeit keine Moskitos. Egal, so fühlten wir uns wenigstens sicher.

Im halb offenen Safari-Jeep ging es los. Der Guide erklärte uns noch kurz, wie wir uns verhalten sollen, sobald wir ein Tier sehen, ruhig und keine ruckartigen Bewegungen. Natürlich sollten wir auch im Auto sitzen bleiben und keinesfalls aussteigen, es sei denn, wir machen an einem Rest Camp Halt, wo das Aussteigen erlaubt ist. Nach dem ersten Gate (Andersson Gate, am westlichen Ende), fuhren wir an einer Grundschule vorbei, wo die Kids herumliefen. Eine Schule im Etosha? Dann passierten wir aber ein weiteres Tor, sodass es davor scheinbar noch keine gefährlichen Tiere gab.

Zum ersten Rest Camp bräuchten wir ca eine halbe Stunde. Unser Guide bezahlte dort die Eintrittsgelder, wir gingen noch mal zur Toilette und dann ging’s auf die Pirsch! Vorher sahen wir bereits Impalas, Springböcke, Zebras, Oryx, Perlhühner, Kudus und sogar eine Giraffe.

Aus der Ferne sahen wir graue Gestalten stehen. Waren das Elefanten? Leider spielte uns das Licht einen Streich und es handelte sich hierbei „nur“ um Zebras. Dann jedoch war es soweit! Eine ganze Herde inklusive Jungtier (schätzungsweise 2 Wochen)! Wow! Sie marschierten gemeinsam zum Wasserloch, wo sich erstmal geduscht und mit Matsch beschmiert wurde. Das kleine wackelte hinterher, stieg mit Mühe in das Wasserloch und kam auch genauso humpelig wieder heraus. Wir beobachteten diese wahnsinnig beeindruckenden Tiere noch eine Weile und fuhren dann weitere Wasserlöcher an. Manche waren künstlich angelegt, manche natürlich dafür aber teilweise ausgetrocknet.

Wir hörten von anderen Gästen im Park, dass ein paar Meter weiter ein Löwe gesichtet wurde. In dem hohen gelben Gras war dieser allerdings gut getarnt. Ohne ihn zu sehen, fuhren wir erstmal weiter und wollten später noch mal zurückkommen. Wir sahen einen Schakal, ein Erdhörnchen und weitere Zebras. Diese gabs nun wirklich überall. Auf dem Rückweg erblickten wir dann einen weiblichen Löwen im Gras! Dieser war wohl bereit zum Angriff, leckte sich schon die Schnute und beobachtete uns genauso wie wir ihn. Er hatte es wohl auf die Zebras abgesehen, die wie versteinert auf der anderen Seite der Straße standen. Die Springböcke um den Löwen herum, wären nur eine Vorspeise gewesen, wie unser Guide erzählte. Irgendwann legte sich der Löwe dann jedoch flach ins Gras, sodass wir ihn nicht mehr sehen konnten. Vielleicht wollte er nicht so viele Zuschauer bei der Jagd oder war doch zu faul.

Dennoch eine erfolgreiche Safari! Zurück in der Unterkunft aßen wir zu Abend und bestellten wir morgen ein Lunch Paket, denn dann wollten wir als Selbstfahrer durch den Etosha, von West nach Ost, da am anderen Ende unsere nächste Unterkunft lag.

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