Anreise und die ersten Tage in Neuseeland

Wir waren sehr gespannt wie so eine 24-stündige Reise mit einem 4 Monate alten Baby aussieht und waren letztendlich positiv überrascht. Und hundemüde.

Von Osnabrück starteten wir unsere Reise mit einer Zugfahrt nach Berlin, um dann eine Nacht im Airport Hotel zu verbringen und am nächsten Tag unsere erste Flug-Etappe zu beginnen: 5 Stunden bis nach Doha, Katar. Das Airport Hotel war leider schon unser erster Fail, denn wir hatten fälschlicherweise nicht direkt am BER gebucht, sondern „Area North“, was uns weitere 10 min S-Bahn und 10 min Fußweg kostete (mit zweimal Aufgabegepäck, Buggy, zweimal Handgepäck und Baby in der Trage nicht so einfach). Wir reservierten uns für den Morgen lieber ein Taxi, um nicht durchgeschwitzt am Flughafen anzukommen. Das Taxi ließ 15 min auf sich warten, was uns etwas nervös machte. Am Flughafen selbst lief aber alles wie am Schnürchen. Auch der 5-stündige Flug nach Doha lief super, da Mats die meiste Zeit schlief. In Doha hatten wir 3 Std Aufenthalt bis zu unserem 12-stündigen Flug nach Adelaide, Australien. Auch diesen Flug hat Mats super mitgemacht. Viel schlafen konnten nur wir nicht, da die Anschnallzeichen die meiste Zeit an waren und wir ihn daher nicht ins Babybett legen durften.

In Adelaide mussten wir noch einmal durch die Security und stiegen dann ins selbe Flugzeug wieder ein für unsere dritte Flug-Etappe: ein 4-stündiger Flug nach Auckland. Hier hatten wir zwei Reihen für uns, daher war dieser Flug der entspannteste. Um 0:45 Uhr am 20. Oktober kamen wir endlich in Neuseeland an, passierten die Passkontrolle und „Bio-Security“ (ua. mussten unsere Wanderschuhe blitzeblank sein, da man in Neuseeland nichts von außerhalb ins Land bringen darf) und gingen dann zu Fuß zum Airport Hotel, diesmal mit einem Flughafen-Trolley. Wir schliefen ein paar Stunden, nutzten die warme Dusche und machten uns auf den Weg unseren Camper abzuholen.

Das Wohnmobil von Mighty war unglaublich groß – so ein riesiges Ding mit 7,2 m Länge und 3 m Höhe sind wir bisher nicht gefahren, aber wir dachten uns, dass wir es für 2 Monate etwas komfortabler haben wollten. Der Camper war leider schon etwas runtergerockt und auch die Babyschale bedurfte einer gründlichen Reinigung, aber das mussten wir nun erstmal so hinnehmen. Wir fuhren zum Pak‘n‘save, einem großen Supermarkt, kauften das nötigste ein und richteten uns dann am Muriwai Campground vernünftig ein.

Am nächsten Morgen blickten wir über die Dünen auf den Muriwai Strand und spazierten zum Gannet Lookout, wo viele Vögel ihre Nester bauten. Dann ging es für uns weiter nach Mangawhai, wo wir am Mangawhai Heads Campground unser Lager aufschlugen und den Tag mit einem Spaziergang am Strand beendeten.

Am darauffolgenden Morgen fuhren wir ein kurzes Stück bis zum Mangawhai Cliff Walk. Diesen starteten wir an einem Strand und stiefelten schließlich ein paar Stufen hinauf zu einem Aussichtspunkt. Mit einem 7 kg Baby in der Trage gar nicht so einfach, aber wunderschön! Auf dem Weg zurück begegneten wir einer Dame, dessen Vorfahren dieses Land gehörte. Sie erzählte uns viel, wir verstanden allerdings nur die Hälfte, weil es so windig war. 😀

Als Nächstes fuhren wir zur Waipu Cave, einer kleinen Höhle mit Glühwürmchen. Der Weg dorthin war allerdings gar nicht meins, erst recht nicht mit unserem riesigen Camper. Ein Glück hat Sebbe schon die ein oder andere Rallye Erfahrung und meisterte die Straße gut! Als wir ankamen, schauten wir kurz in die Höhle hinein, bemerkten, dass wir durch Wasser tief in die Höhle hineingehen müssten und brachen die Sache daher ab. Die offizielle Höhle, die auch Eintritt gekostet hätte, hatten wir leider verpasst und wir wollten die schwierige Strecke nicht erneut zurückfahren. Blöd gelaufen! Also fuhren wir die Schotterpiste weiter bis wir endlich wieder auf Asphalt waren und irgendwann Whangarei erreichten. Nach einem kurzen Supermarktstopp ging es jedoch noch eine Stunde weiter in den Norden nach Paihia, wo wir auf dem Waitangi Holiday Park die Nacht verbrachten. Für 6 NZD (Neuseeland Dollar) füllten wir die Waschmaschine, sodass auch Mats Babyschale ab morgen wieder sauber ist.

Am nächsten Morgen statteten wir den Waitangi Treaty Grounds einen Besuch ab. In den Museen geht es um den Waitangi Vertrag, der die Beziehung zwischen der britischen Krone und den Maori festhält und als Gründungsdokument des modernen Neuseelands zählt. Vor Ort bekommt man außerdem eine Führung über das Gelände und eine kulturelle Vorführung.

Durch neuseeländische Pampasgras-Hügel fuhren wir Richtung Waipoua Forest zurück an die Westküste Neuseelands. Was uns da erwartete, erfahrt ihr im nächsten Bericht. 🙂

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