Nordseite des Yssykköl

Wir frühstückten heute noch mal in der Zivilisation, da die nächsten Tage wieder Campen angesagt war. Im Café Duett gab es Sandwiches und Joghurt mit Früchten sowie Kaffee und Limonade für insgesamt 30€ für vier Personen. 

Dann ging es nördlich des Yssykköl entlang und wir waren überrascht wie gut die Straße hier war: keine holprigen Schotterpisten, sondern Teer. Bei Tscholpon Ata hielten wir an, kauften frisches Brot und Frischkäse und bogen bei einem Pferderennstadion links ab zum See. Wir fanden einen schattigen Platz am Strand und machten dort ein kleines Picknick. Natürlich hüpften wir auch einmal ins Wasser und waren auch hier überrascht wie warm es doch war. Kurz nachdem wir alles zusammengepackt hatten, kamen drei Jungs auf Pferden vorbei und galoppierten ins Wasser. Ein verrückter Anblick und ich fragte mich, ob die Pferde auch Spaß hatten. 

Unser heutiges Ziel lag etwas süd-westlich vom See, da wir am nächsten Tag bis nach Naryn fahren wollten. Also suchten wir uns einen Platz an einem See, der leider gar kein See mehr war. Hier waren alles bis auf einen kleinen Fluss und einen winzigen Teich ausgetrocknet. Dafür strahlte das trockene Becken knallgrün und es grasten dort Pferde, Kühe und Schafe. Rötliche Berge und Hügel umrundeten das ausgetrocknete Tal und wir nahmen einen Abzweig hinunter um auf der Grünfläche zu campen. 

Das Dachzelt war schnell aufgebaut, jedoch hatten wir bei dem normalen Zelt Probleme die Heringe in den Boden zu rammen. Alles war wirklich sehr trocken und hart, also suchten wir uns große Steine und legten sie von innen ins Zelt. Der Wind fegte nur so durch dieses Tal, sodass wir alles gut sichern mussten. Ich trat in einen Dornen, der meinen Flipflop durchbohrte, aber ein Glück blutete nix. Wir kochten erstmal Nudeln mit Tomatensoße und entschieden uns dann das Camp doch abzubrechen, da es einfach zu windig war. Im Dunkeln erreichten wir wieder die Südseite des Yssykköl, schlugen dort schnell das Camp auf und legten uns direkt schlafen. 

Picknickplatz
Kamele am Straßenrand, die ursprünglich der Mongolei entstammen
Der See, der keiner mehr ist
Idyllischer Camping Spot, leider zu windig

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