Vom Wald an die Küste und bis ins Thermalgebiet

Wir verbrachten den Abend und die Nacht in Rawene auf einem am Hügel gelegenen Campingplatz und genossen dort eine tolle Aussicht und den Sonnenuntergang.

Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg in den Waipoua Forest mit einem kleinen Zwischenstopp in Ōmāpere, wo wir 15 min zu einem Aussichtspunkt spazierten und in eine kleine Bucht schauen konnten. Im Waipoua Forest angekommen hielten wir am Te Mahatu Baum, welcher 1600 Jahre alt sein soll. Er ragte majestätisch über die anderen Baumkronen hinweg, wobei er nicht unbedingt besonders hoch, dafür aber besonders breit war. Um den Baum zu besichtigen, muss man vorher durch eine Schuhputz-Station, sodass möglichst keinerlei andere Partikel in das Waldgebiet gelangen. Damit nehmen die Neuseeländer es sehr genau. 😉 Die anderen Baumattraktionen waren leider gesperrt, daher ging es für uns weiter südlich. Nach einem kurzen Supermarkt-Stopp fanden wir letztendlich wieder einen Stellplatz an der Ostküste, am Gulf Harbour an der Hibiscus Coast. Er war kostenlos und direkt am Wasser gelegen.

Morgens trödelten wir nicht lang und fuhren auf die Coromandel Halbinsel bis nach Hahei an den Strand. Wir buchten einen Platz auf dem Tasman Holiday Park Hahei Beach und standen in nur 2 min mit den Füßen im Sand. Premium! Zwar auch der Preis, aber man gönnt sich ja sonst nix 😛 (umgerechnet fast 50€ die Nacht)

Wir schlenderten am Hahei Strand entlang und bestaunten die Badegäste, die sich bei dem frischen Wind ins kalte Wasser wagten. In der Sonne waren es zwar 20 Grad, aber uns zog hier nichts ins Wasser. Abends holten wir uns Burger vom Campingplatz-Restaurant, welche wirklich gut waren und schmiedeten Pläne für die nächsten Tage.

Bevor es für uns zur Cathedral Cove ging, schliefen wir aus, da wir mal nicht um 10:00 Uhr auschecken mussten. Dann spazierten wir 4 km bis zur Cathedral Cove, einem spitz zueinander laufendem Felsbogen. Der Strand dort war sehr beliebt, daher waren wir nicht die einzigen. Mats bekam seine erste Windel am Strand gewechselt und natürlich Milchnachschub und war sonst sehr zufrieden in der Trage. Dann ging es 4 km in der Sonne wieder zurück. Abends nahmen wir unsere Campingstühle und ein kühles Getränk mit an den Strand und ließen den Abend entspannt ausklingen.

Am nächsten Tag fuhren wir bis nach Omokoroa weiter südlich und verbrachten den Nachmittag an einem Stellplatz erneut direkt am Wasser. Mit Buch in der Hand und Blick in die Bucht lagen wir zu dritt im Camper und schalteten einfach mal ab. Eigentlich dachten wir, wir könnten die Nacht dort verbringen, allerdings prüften wir noch mal kurzerhand das Schild am Eingang wo „Camping verboten“ drauf stand. Also fuhren wir ein paar Meter weiter zum Fähranleger, standen auch da erst auf einem Parkplatz, der uns 800$ Strafe gekostet hätte, hätte uns eine nette Frau nicht darauf aufmerksam gemacht, dass nur die 6 gekennzeichneten Plätze zum Campen erlaubt waren. Glück gehabt!

In der Nacht fiel leider unsere Batterie aus, sodass damit auch unsere Heizung nicht mehr lief. Das merkten wir bitterlich, denn selbst wenn es tagsüber 17-20 Grad waren, waren die Nächte kühl und in unserem Camper zog es sowieso ein wenig. Wir schrieben dem Support und hofften auf schnelle Hilfe, da wir eigentlich nicht jede Nacht vor hatten auf einem Campingplatz mit Strom zu stehen. Dennoch ging es erstmal weiter nach Putaruru, wo wir eine 8 km Wanderung zur Te Wahou Blue Spring machten. Der Weg führte entlang des Flusses durch grüne Hügel, die an die Teletubbies oder das bekannte Windows Hintergrundbild erinnerten. Das Wasser war hellblau, glasklar und in ihm tümmelten sich Forellen. Weiter ging die Fahrt nach Rotorua, wo wir am Blue Lake „Tikitapu“ auf dem gleichnamigen Top 10 Holidaypark übernachteten. Wir machten noch einen kleinen Abstecher zum See, das Wetter war allerdings nicht so gut, weshalb wir es nicht lange draußen aushielten.

Nach dem Frühstück wartete das Wai-O-Tapu Thermalgebiet auf uns. Es lag nur 30 Minuten entfernt und beinhaltete dampfende Wasserquellen und mineralisch gefärbte Pools und Felsen. Nachdem wir den Vormittag dort verbracht hatten und zurück im Camper waren, benötigte es einer Planänderung der nächsten Tage, da an unserem eigentlichen Ziel, dem Tongariro Nationalpark 5 Grad und Regen herrschten. Nachts sollten es sogar Minusgrade werden, daher kam das schon mal nicht mehr in Frage. Wo es uns stattdessen hinverschlug, erfahrt ihr im nächsten Bericht.

Rawene Campground
Spaziergang bei Omapere
Te Mahatu
Stellplatz Gulf Harbour
Spaziergang zur Cathedral Cove
Cathedral Cove
Hahei Beach
Stellplatz Omokoroa
Wanderung zur Te Wahou Blue Spring
Wai-O-Tapu

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert